Maca

Dass in dieser Knolle eine Extraportion Power steckt, wussten die Inka bereits vor über 2.000 Jahren. Als sie die legendäre Felsenstadt Macchu Picchu errichteten, diente ihnen Maca als wichtiger Energielieferant für Körper und Geist. Chia Samen Rezept

Das Kraftpaket aus dem südamerikanischen Hochland

Überirdisch präsentiert sich Maca als unauffälliges grünes Kressegewächs, das maximal eine Höhe von etwa zwanzig Zentimetern erreicht. Unter der Erde verbirgt sich jedoch eine knollenartige Wurzel, die es in sich hat: Mit einem Durchmesser von zwei bis fünf Zentimetern und ihrer gelben Farbe erinnert sie auf den ersten Blick an Rübchen, besitzt aber einen deutlich robusteren Charakter: Schließlich gedeiht Maca in den Anden sogar noch in einer Höhe von mehr als 4.000 Metern. Hier ist die Pflanze ganzjährig extremen klimatischen Bedingungen ausgesetzt: Viele Monate im Jahr herrscht eisige Kälte, es weht häufig starker Wind und auch die hohe UV-Strahlung ist nicht zu unterschätzen. Um in dieser unwirtlichen Umgebung überleben zu können, reichert die Pflanze in ihrer Knolle eine Vielzahl wichtiger Vitalstoffe an. Neben essentiellen Aminosäuren und wertvollen Omega-3-Fettsäuren verbergen sich in ihr Antioxidantien und Proteine. Außerdem ist sie reich an Zink, Jod und Eisen und stellt einen guten Lieferanten für Kalzium, Kupfer, Vitamin C und B-Vitamine dar. Ihre pflanzlichen Sterole ähneln dem Hormon Testosteron. Dass Maca leicht süßlich schmeckt, verdankt die Knolle ihrem hohem Kohlehydrate-Anteil.

Maca – das Superfood der Inka

Die Inka brauchten keine modernen Laboranalysen, um die inneren Werte der Maca-Knolle zu erkennen: Sie beobachteten nur ihre Tiere und stellten fest, dass ihnen der Verzehr von Maca deutlich mehr Nachwuchs bescherte. Dieses Wissen machten sich die Inka zunutze, als die spanischen Eroberer sie im 16. Jahrhundert immer weiter in die Höhenlagen der Anden vertrieben: Indem sie ihrem Vieh Maca fütterten, konnten sie ihre Herden und damit ihre Lebensgrundlage erhalten. Die Spanier hatten derweil erfahren, dass auch die indianischen Ureinwohner selbst Maca gerne als Aphrodisiakum verwendeten und begannen, die getrockneten Knollen tonnenweise in ihr Heimatland zu verschiffen.

Die Inka schätzten Maca aber längst nicht nur wegen ihrer luststeigernden Wirkung: Auch galt die Pflanze in ihrer traditionellen Kräutermedizin als probates Mittel gegen Frauenleiden, Blutarmut und Tuberkulose. Ebenso gerne verabreichte man Maca zur allgemeinen körperlichen Kräftigung und zur Verbesserung der Gedächtnisleistung.

Weil die Knolle sehr gut Wasser speichern kann, konnten die Inka die Maca-Pflanze selbst im kargen Hochland mit Erfolg anbauen. Nach der Ernte rösteten sie die Knollen in Asche oder brieten sie über dem Feuer, um sich anschließend zu trocknen und zu einem feinen Pulver zu vermahlen. Dieses verwendeten sie für die Zubereitung eines nahrhaften Breis oder zum Backen. Oder sie rührten das Pulver in heiße Milch oder Wasser ein und genossen es als stärkende Alternative zu „Xocolatl”.