Moringa

Moringa Pulver

Die Moringa gehört zu den Bennussgewächsen (Moringaceae), die natürlich in Indien, auf der Arabischen Halbinsel, in Ost- und Südwestafrika und teilweise in Madagaskar vorkommen. Diese Regionen weisen für den relativ kleinen Baum oder Strauch optimale Bedingungen auf. Er erhält Licht und Wärme bei mäßiger Feuchtigkeit. Diese holt er sich mit langen Wurzeln tief aus der Erde. Die Asiaten kultivieren Moringa, die Blätter und Knollen sind dort im Supermarkt erhältlich. In ihren einheimischen Gebieten ist die Moringa als Nutz- und Gemüsepflanze schon lange bekannt, sie kann sogar zur Seifenherstellung verwendet werden und wirkt dabei sehr effektiv. Europäer schätzen sie im Verzehr wegen ihrer Inhaltsstoffe: Sie enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe als Obst und Gemüse, auch ihr Eiweißgehalt liegt über dem eines Hühnereis. Damit erhält Moringa den Status als neues Gesundheitswunder.

Moringa: Was leistet der asiatisch-afrikanische „Wunderbaum“ wirklich?

In der Tat ist der Vitamin-, Mineral- und Eiweißgehalt der Moringablätter unbeschreiblich hoch. Hier der Vergleich im Einzelnen:

  • Der Gehalt an Vitamin C liegt siebenfach über dem von Orangen.
  • Der Gehalt an Vitamin A liegt vierfach über dem von Karotten.
  • Der Calciumgehalt übersteigt den von Milch um das Vierfache.
  • Moringa enthält den dreifachen Kaliumanteil gegenüber Bananen.
  • Der Eisenanteil übertrifft denjenigen in Spinat, der Eiweißanteil den in einem Hühnerei.

Wunderbaum wird der Moringabaum aber auch genannt, weil er nach indischem Volksglauben über 300 Krankheiten heilen kann. Dieser Fakt ist durch die westliche Medizin bislang nicht bewiesen worden, die erwähnten Nährstoffanteile hingegen sind belegt. Allerdings konnten punktuell auch medizinische Wirkungen nachgewiesen werden. So verbessert sich bei Diabetikern durch den Genuss von Moringa-Gemüse der Blutzuckerwert, ebenso verändern sich bei allen Personen nach dem Verzehr von Moringa die Cholesterin-Werte. Dabei sinkt die Konzentration des schlechten LDL-Cholesterins, die des guten HDL-Cholesterins steigt leicht an.

Zubereitung und sonstige Verwendung von Moringa

Moringa-Blätter werden wie Spinat zubereitet. Sie können Bestandteil von Suppen, Pesto oder auch einer Curry-Mischung sein, wenn sie erhältlich sind. Der Transport der Blätter über die weite Entfernung ist aber kompliziert, weshalb Moringa in Europa eher als Pulver verkauft wird. Dieses kann allen Gerichten zugegeben werden, auch als Tee lässt sich Moringa-Pulver aufbrühen. Moringa schmeckt salzig bis leicht scharf. Die Früchte (Drumsticks) sind fast ebenso gesund wie die Blätter, kleingeschnitten und gekocht sind sie ein Gemüse und passen zu Linsensuppe. Dieses Gericht nennen die Inder „Sambar“. Moringa kann noch mehr. Der Pflanze wird großes Potenzial im Kampf gegen die Mangelernährung in unterentwickelten Ländern zugetraut, für die Herkunftsländer ist sie ein Exportschlager. Die Moringasamen binden außerdem nachweislich Bakterien im Wasser und dienen daher der Filterung. Zudem wird aus den Samen sehr fluides Öl als Schmierstoff für Uhren und sogar Seife hergestellt.